Von Riedlingen nach Ulm / from Riedlingen to Ulm

23.Juni 2016
Morgens alles trocken abgebaut und los. Es kamen ein paar Hügel mehr, wie gedacht, aber es war alles machbar. Um Mittag gab es dann eine dicke Portion Eis. In Ehingen haben wir Bilanz gezogen. Ich habe eine wichtige Terminsache im Büro liegen, die besser noch Freitag raus geht, denn das britische House of Courts ist ’not amused“, wenn man deren Termine nicht einhält. Des weiteren gab es einen Todesfall in der Verwandtschaft, wo eigentlich erwartet wird, dass Monika auf, die am Freitag stattfindende, Beerdigung geht, zumal sie betreffende Person doch sehr mochte. So entschieden wir, bis nach Ulm zu radeln und dann mit dem Zug zu fahren, da wir es mit dem Rad erst Samstag Abend geschafft hätten. Das fehlende Stück von Ulm bis Ingolstadt ( Neustadt-Ingolstadt sind wir eh schon geradelt) können wir mal an einem verlängertem Wochenende nachholen. Somit ist unsere Reise abgeschlossen. Insgesamt gesehen traue ich mich trotzdem zu behaupten, wir haben in mehreren Etappen Europa einmal mit den Fahrrad vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer durchquert. Jetzt stellt sich die Frage nach neuen Zielen…

All packed in dry condition in the morning and start… There were some more hummocks, than we expected, but they were manageable. Around noon, we ate a big portion ice cream. At Ehingen, we made a brainstorming. In my office, there is an important letter and it would be better to sent it Friday than Monday, because the british „House of Court“ is not amused about missed dates. Over that, an great uncle of Monika died. The family expects, that Monika appears at the buriel on Friday. Monika liked this „uncle“, so, she can pay her last respects to him.
So, we decided, to cycle to Ulm and catch a train home, because by bicycle, we wouldn’t have been at home before Saturday evening. The missing part from Ulm to Ingolstadt (Ingolstadt-Neustadt, we made in spring) can be done on a long weekend. So, our journey is finished so far! Nevertheless, I would assert, that we have cycled across Europe from the Atlantic to the Black Sea, of course in several sections over the years. Now, I have only one open question: What will we cycle next?

Von Tuttlingen nach Riedlingen / from Tuttlingen to Riedlingen

22.Juni 2016

Morgens um 10 los. Den ganzen Tag ging es an der jungen Donau entlang. Es gab zwar einige Steigungen zu bewältigen, aber nicht endlos. Außerdem war die Landschaft wunderschön. Ein wenig, wie bei uns das Altmühltal. Letztendlich machten wir über 90 km und erreichten mit vielen Pausen einen Privatcampingplatz. Da es schon 21 Uhr war, als das Zelt stand, ging es früh ins Bett. Morgen muss mehr drin sein…
Started at 10. The whole day, we followed the young Danube. Yes, there were some hills, but not endless. Over that, the nature was wunderfull. A little bit, like the Altmühl-valley at home. In the end, we made more then 90 kms and arrived at 20:30 at a private campground. The tent was raised at 21:00 and we went to bed early. Tomorrow, we want more…

Von Orsingen nach Tuttlingen / from Orsingen to Tuttlingen

21.Juni 2016
…oder: der Weg zur Donau war steil
…or: the way to the Danube was steep

Morgens noch kaputt vom Vortag. Also erst um 11 los. Nach Tuttlingen sind es knappe 30 km. Dummerweise ging es aber nur bergauf. Genau gesagt, wenn es mal bergab ging, dann nur, um für den nächsten Berg mehr Höhenmeter zu schaffen. Irgendwann waren wir auf der Witthoh, dem höchsten Punkt zwischen dem Atlantik und dem schwarzen Meer auf der Eurovelo 6. Nach Tuttlingen runter ging es etwas schneller, obwohl es auch wellenförmig weiterging. In Tuttlingen fanden wir einen Zeltplatz. Der ist kostenlos. Im nahen Bad (TuWass) kann man sich den Schlüssel für die Duschen ausleihen. Da das Bad ein Thermalbad war, sind wir nach dem Zeltaufbauen zum Schwimmen gegangen. Anschließend noch unser Abendessen im Park.

In the morning we were beaten up. So, we started at 11. It’s less than 30 kms to Tuttlingen. Unfortinately, it alway went up. More detailed: if it went downhill, it had only one reason, to make more space for more meters uphill! Somewhere down the line, we reached, or better crawled the Witthoh, the highest point between Atlamtic and Black Sea on the EV6. Downhill to Tuttlingen, we were a little bit faster, although it went in waveform up and down. At Tuttlingen, we found a campground for tents.It’s free. In the near spa, we fetched a key for the showers. The spa was a thermal spa, so we raised our tent and went into the spa to relax a little bit. Afterward, we made our dinner in the park on some weird sculptures.

Vom Rheinfall nach Orsingen / from the Rhine waterfall to Orsingen

20.Juni 2016
Um 5 aufgestanden und bis um 7 alles gepackt gehabt. Dann genossen wir den Vorteil der Jugenherbergsgäste: Wir konnten von 7 bis 8 die untere Kanzel und das Podest bei aufgehender Sonne besuchen. Kostenlos! Das Publikum darf erst um 8 rein und muss bezahlen. Es ist schon imposant, 2 m neben dem Wasserfall zu stehen.
Danach ging’s zum Frühstück. Wir waren eine illustre Truppe, ein indisches Ehepaar aus New York, das ein Europa-Sightseeing macht, ein junger Franzose auf Urlaub, der auf dem Weg zum Schwarzen Meer ist, Monika und ich. Wir waren die einzigen Gäste und hatten uns ein Zimmer geteilt. Am Tag davor waren noch über 50 Gäste da. Nach dem Frühstück ging’s los. Kurz nach 9 waren wir unterwegs. Das, wie schon gehabt, durch uninteressante Wohnsiedlungen, Schotterwege, bergauf, bergab und kaum einen Blick auf den Rhein. Wir wechselten mehrmals zwischen Deutschland und Schweiz. An den Wegen merkten wir das sofort, wenn Teer ende, dann D, wenn Teer anfängt, dann CH! Dann war wieder eine Strasse überflutet, was wir schlicht ignorierten. In Radolfszell wieder Schildersalat (mir nach, ich folge!) und Schilder nach Tuttlingen verweisen auf den Bodenseerundweg, was nicht stimmen kann, denn Tuttlingen liegt an der Donau. So fuhren wir 10 km in die Irre. Letztendlich fanden wir in Orsingen ein Campingplatz, der nicht in der Karte, aber in meinen Garmin war, Archie sei Dank. Dort bezogen wir eine der Hobbithöhlen. Man sagte uns, sie gehöre einem gewissen Bilbo Beutlin…😉

Stood up at 5 and all packed at 7! Then we used the benefit of youth hostel guests: Between 7 and 8, only youth hostel guests can go down to the waterfall and see it at first light of the day. For free. All other peoples can there after 8 and they have to pay for. It’s impressive, standing 2 m next to the waterfall. Then breakfast. We were a strange troup, an indish couple from New York on Europe-sightseeing tour, a young French guy, who is on the way to the Black Sea, Monika and me. We were the only guests and shared one room. The day before, it were more than 50 guests. After the breakfast, we started. Same procedure as the last two days: cyvling through uninteresting housing areas, on gravel, uphill, downhill and nearly no view to the Rhine. We changed often between Germany and Swiss. We noticed every border at once on the pathes: if pavement stops and gravel behins, we entered Germany, if gravel ended and pavement started, we entered the Swiss! Then, a street was flooded, but we ignored it! At Radolfszell the old game: where is the sign or „follow me, I will come later“. The signs to Tuttlingen showed to the Bodensee-cycleway, but Tuttlingen is on the Danube. It cannot be right. So we first cycled 10 km for nothing, but in the end, we found our way. At Orsingen, we faound a campground, thanks to Archie, where we rented a hobbit cave for a night. They told us, the former owner of the one, we have, disappeared. It was a man, named Bilbo Baggins…😉

Von Bad Säckingen zum Rheinfall / from Bad Säckingen to the Rhine waterfall

19.Juni 2016
Gestartet mit Regenschauern, die sich im laufe des Tages zu einem kräftigen Dauerregen ausweiteten. Nicht viel zu sagen. Als wir allerdings den Rheinfall erreichten, hatte es sich doch gelohnt. Imposant, Europas größter Wasserfall. Auf der Burg Laufen gibt es eine Jugendherberge, in der haben wir dann übernachtet, hoch über den Rheinfällen. Allerdings mussten wir erst über die Eisenbahnbrücke an dem Wasserfall.
Started with rain showers, which became a continues rain while the day. Not much to tell. But when we arrived the Rhine waterfall, it’s a real eye opener! The biggest waterfall of Europe. On the castle Laufen, on a rock above the waterfall, there’s a youth hostel. There, we stayed at night. But before, we had to cross the Rhine on the Railroad bridge over the waterfall.

Von Mulhouse nach Bad Säckingen / from Mulhouse to Bad Säckingen

…oder: die Deutschen sind zu doof, einen Radweg richtig zu beschildern
…or: the Germans are too dumb to signpost a bicycle path
18.Juni 2016
In Mulhouse gestartet und recht gut den Weg Richtung Basel gefunden. Ab und an regnete es, aber meist nur kurze Schauer. Als wir Basel erreichten, hatte ich eine Premiere, ich betrat die Schweiz zum ersten Mal in meinem Leben! Durch Basel ging es recht gut. Dann vorbei an diversen Industriebetrieben in Richtung Grenzach-Wyhlen. Als wir nach Deutschland kamen war schlagartig Schluß mit Durchblick. Die Eurovelo 6 ist nicht ausgeschildert, wenn etwas ausgeschildert ist, dann der Rheinradweg, aber leider widersprüchlich, lückenhaft und IDIOTISCH! Besser ist keine Ausschilderung als diese. Dazu kommt noch, dass die EV6 in Deutschland, zumindest zwischen Basel und Bad Säckingen aus Schlammwegen, nutzlosen Wohnsiedlungsbesichtigungsfahrten und Umwegen durch irgendwelche Dörfer. Einfach ätzend. Dazu noch mangelhafte Ausschilderung, die auf Schlammwege verweist, die nach ein paar Kilometern in Treppenstufen endet. Wir sind in Slovakien, Serbien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien geradelt. Wir sind also nicht ganz doof im Lesen von Schildern, aber hier in D ist das nicht zu toppen. Besser gar keine Schilder, als welche, die nicht stimmen. Die Deutschen sollten sich mal Nachhilfe in Frankreich oder Serbien geben lassen, die wissen, wie man Radlerschilder richtig und logisch positioniert. Und ein Radreisender hat in der Regel kein MTB, sondern ein Reiserad mit 30kg Gepäck. Da fährt man keine Hohlwege oder Treppen!

We started in Mulhouse and found the path to Basel without problems. We had some rain showers. Arriving Basel, I had a premiere, it was the first time in my life, I did a step into the Swiss! It went good through Basel. Then we passed some industral plants on the way to Grenzach-Wyhlen. Entering Germany, it was gone with being in know! The EV6 isn’t signposted, only the Rhine-cycleway, but inconsistent, patchy and dorky. Better no signs than these! Secondary, the German EV6, at least between Basel and Bad Säckingen, consists of mud pathes, senseless housing estate sightseeing tours and loop ways through any small villages. Additionally a lack of signs, which lead in mud pathes, which are ending after some kilometers in stairs! We cycled in Slovakia, Serbia, Hungary, Bulgaria and Romania. I think, we are no noobs in reading signs, also nearly hidden signs, but Germany is unbeatable! Better no signs than signs, which are definetely wrong or ambiguous. The Germans should take some private lessons in France or Serbia, how a good sign looks like and how to mount it consequential. And a bicycle traveller normally has no MTB, but rather a travelling bike with a load of 30 kgs in the panniers. With such bike, nobody wants ride muddy hollow ways or stairs!

Von Montbeliard nach Mulhouse / from Montbeliard to Mulhouse

17.Juni 2016
Morgens mit Ziel Mulhouse los. Es regnete. Allerdings war es auszuhalten und der Wind stand günstig. Wir machten mehrmals ausgiebig Pause. Meistens folgten wir dem Kanal. Naja, Umleitung gab es auch wieder. Nervig. Als wir eine zweite Sperrung erreichten, kletterten gerade zwei Radler durchs Unterholz, um die Sperre zu umgehen. Die zwei waren aus Belgrad. Sie waren in der Gegenrichtung unterwegs und hatten das gesperrte Wegstück passiert. Sie sagten, es nichts überflutet, aber der Weg sei teilweise unterspült und durch Erdrutsche beschädigt, aber fahrbar. Na, wenn das keine Einladung ist! Wir also mit den Rädern durchs Unterholz und weiter ging’s. Ja, es waren ein paar Stellen etwas schmäler, aber die Erdrutsche waren schon mit Grün bewachsen, also schon alt und nicht mehr aktiv. Irgendwann hatten wir die höchste Stelle des Kanals erreicht. Von da an ging es 20 km bis nach Mulhouse bergab an über 35 Schleusen vorbei. Wenn man bedenkt, wie weit wir runter fuhren und wenn man bedenkt, dass bei uns zu Hause die Donau auf 365 m Höhe ü.NN liegt und sie von der Quelle bis dahin nochmals einige hundert Kilometer fließt, dann denke ich, werden wir noch eine Menge Höhenmeter vor uns haben, bis wir an der Donau sind. In Mulhouse haben wir ein „Radlerzelt“ gemietet. Wenn es sauber gewesen wäre, sicher nett, so eher naja… Einkaufen waren wir auch noch. In einem Leclerk Supermarkt. War nicht so der Hit, wir haben schon besser sortierte gesehen. Dabei kamen wir an einer langen Mauer vorbei, die schwarz gestrichen wird, um dort in einem Event neue Graffiti aufzubringen. Gelebte Kunst eben.

We started with target Mulhouse. It was raining. But it was the kind of rain, which is manageable and the wind was the most time in the back😀 Over that, we made some longer rests. Most time, we followed the canal. Sadly, we had a detour. Of course over the hill… Annoying! When we saw a second detour, to guys were climbing out of the bushes with their bicycles. They were from Belgrade and told us, the way is not flooded, only partly washed away or slided into the river. But it is jo problem to cycle there. This invitation we accepted! We also through the bushes and, nobaody saw it, cycling on the forbidden path. Yes, some spots were a litlle bit narrow, but the slided parts were grown with green, so, this must be older demages and they are not active in movement. Then, we had reached the highest altitude of the canal. From there, it goes 20 kms downhill to Mulhouse, while passing more than 35 ship lifts. I was remembering, that the Danube at home is on an altitude of 365 meters above NN and the way from the source to Neustadt is some hundreds of kilometers. So I think, we will have some hills to manage until we will reach the begin of the Danube. At Mulhouse, we rented a „cyclist tent“. If it would have been clean, ok, but it wasn’t… but it has light, power sockets and a lot of space. Then, we cycled with the naked bikes to a Leclerk supermarket. It wasn’t a hit, we have seen better ones, but we got, what we need. On the way to it, we passed a long wall, which they were painting black. The reason is, that they want make tabula rasa for an event, on which this wall will be filled with new graffities. Lived art!